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Große Wasserweihe am 19. Januar

Große Wasserweihe am 19. Januar

Die Wasserweihe am 19. Januar ist ein wichtiges Fest in der orthodoxen Kirche, das die Taufe Jesu Christi im Jordan feiert, auch bekannt als Epiphanie oder Theophanie (Erscheinung des Herrn).

Sie wird am 6. Januar nach dem Julianischen Kalender bzw. am 19. Januar nach unserem aktuell gültigen Gregorianischen Kalender gefeiert. Viele orthodoxe Kirchen nutzen den Julianischen Kalender – daher feiern sie die Wasserweihe am 19. Januar.

Durch die Taufe Jesu im Jordan wurde das Wasser dieses Flusses und jedes Gewässer der Erde gesegnet. Mit der Großen Wasserweihe wird entsprechend über das Wasser, das weltweit alles durchdringt, alle Welten verbindet, die gesamte Schöpfung gesegnet. Deshalb gehört dieses Fest zu den drei wichtigsten Feiertagen im orthodoxen Kirchenjahr.

Die Tradition ist weltweit verbreitet – besonders in Russland, Griechenland, Bulgarien und anderen orthodox geprägten Ländern. Doch auch Gemeinden in Westeuropa und den USA pflegen sie.

In der orthodoxen Kirche weihen Priester das Wasser, tauchen geweihte Kreuze ein und sprechen Gebete aus. Sie segnen mit dem geweihten Wasser Häuser und Familien. Menschen vollziehen zeremonielle Bäder in den Gewässern. Sie tauchen dreimal in das im Januar eiskalte Wasser ein, um sich zu reinigen, ihre Sünden abzuwaschen und eine geistige (Neu-)Geburt zu erleben. Dafür werden in die gefrorenen Flüsse und Seen am Vorabend Kreuze oder Löcher gehackt, sogenannte „Jordane“, benannt nach dem Fluss Jordan.

Das gesegnete Wasser gilt als großes Heiligtum und soll heilende Eigenschaften besitzen. Daher nehmen Menschen dieses Weihwasser für Zuhause mit. Sie füllen das Wasser ab, um ihre Häuser, Familie und Tiere zu segnen.

Seit ich vor ein paar Jahren von der Wasserweihe erfahren habe, bin ich sehr berührt und empfinde es als großen Segen, damit die Raunächte abzuschließen. Auch wenn ich sonst mit der orthodoxen Kirche nichts zu tun habe.

Egal in welcher Kultur – wir können den Tag der Wasserweihe nutzen, um den Gewässern der Erde zu danken.

Ohne Wasser könnten wir auf der Erde nicht sein. Unser Körper besteht auch zu mindestens 50 bis 70 Prozent aus Wasser. Das Element Wasser steht symbolisch für die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele und den Fluss des Lebens. Die Wasserweihe lädt uns daher auch ein, uns wieder mehr mit dem natürlichen Rhythmus des Lebens zu verbinden und den eigenen inneren Fluss bewusst zu ehren.

Das Element Wasser ist zudem ein Träger von Information. Es heißt, dass das Wasser am Tag der Wasserweihe besonders aufnahmefähig für dankbare Gebete, liebevolle Segnungen, harmonische Trommelklänge und gute GeDanken ist.

Stiller Dank, Reinigungsritual oder schamanische Zeremonie

So können wir diesen Tag gut nutzen, um Mutter Erde für ihre Gewässer zu danken – für alle Meere, Seen, Flüsse und Bäche. Auch für Regen und Schnee. Ganz besonders auch für gutes Quellwasser, das wir trinken können.

Du kannst 1. einfach in Stille deinen Dank aussprechen oder 2. ein kleines Ritual an einem Fluss, Bach oder See machen. Verbinde dich dafür mit deinem Herzen und bitte GottMutter um ihren Segen für alle Gewässer der Erde. Lass den Segen ein paar Minuten in das Wasser fließen, bis du spürst, dass es ruhig in dir wird.

Weiterhin kannst du 3. für dich ein Reinigungsritual machen, um mit neuer Frische und Klarheit richtig gut in das neue Jahr starten zu können. Vielleicht ruft dich ein Eisbad, vielleicht eine Salzdusche? Was würde dir gut tun zum letztmaligen Bereinigen des vergangenen Jahres und endgültigen Abschluss der Raunächte?

Wenn du magst, mache 4. eine kleine schamanische Zeremonie, bei der du deinen Körper einbeziehst und ein Schälchen Wasser weihst:

Schamanische Zeremonie zur Wasserweihe

Vorbereitung:

Lege dir bereit …

  • eine Schale mit frischem Wasser (Quell-, Leitungs- oder Regenwasser)
  • eine weiße Kerze

Durchführung der Zeremonie:

  1. Setze dich ruhig und entspannt hin.
  2. Zünde die Kerze an.
  3. Verbinde dich mit deinem Herzen und deinem göttlichen Funken.
  4. Gehe mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Atem. Spüre den Fluss in dir – den lebenslangen Rhythmus von Ein- und Ausatmen – bis du innerlich ruhig geworden bist.
  5. Halte die Wasserschale in beiden Händen oder stelle sie vor dir hin.
  6. Sprich laut oder leise:

    „Ich ehre das Wasser und danke Mutter Erde für diese Basis allen Lebens.
    GottMutter, bitte lass deinen Segen über dieses Wasser in alle Gewässer der Erde fließen, auch in meine Körpergewässer.

    Bitte reinige, was verschmutzt ist,
    löse, was schwer ist,
    kläre, was verworren ist,
    heile, was verletzt ist
    und erinnere, was vergessen wurde.

    Danke. Danke. Danke.“

    (Verwende gerne eigene Formulierungen und/oder ergänze diese Zeilen mit persönlichen Worten.)

  7. Zum Abschluss kannst du einen Schluck trinken und/oder deinen Körper und deine Aura besprenkeln. Du kannst damit auch dein Zuhause und deine Haustiere segnen sowie deine Pflanzen gießen. Folge deinen HerzensImpulsen.
  8. Bedanke dich bei GottMutter, Mutter Erde und dem Geist des Elements Wasser.
  9. Lösche die Kerze mit Dankbarkeit.

Alles Liebe sendet …
Karin Myria


(Text: kmp, Stand: 18.01.2026)

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